Erbrecht

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Erbrecht 2017-09-04T09:40:57+00:00

Das Erbrecht


Im Erbrecht steht für unsere Mandanten Rechtsanwalt Dr. Holger Heinen als Fachanwalt als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch Rechtsanwältin Meike Hasselmann bearbeitet in unserer Kanzlei schwerpunktmäßig erbrechtliche Mandate.

Das Erbrecht erfordert konzentriertes und akribisches Arbeiten. Es gilt hier oftmals “dicke Bretter zu bohren“.

Vertiefende Hinweise zum Pflichtteilsrecht, zur Unternehmensnachfolge, zur Testamentsgestaltung und zum Thema Vorsorgevollmacht finden Sie in der rechten Spalte auf unseren Unterseiten zum Erbrecht.

Was muss ich zunächst als Erbe tun?

Die Rechte und Pflichten eines Erben können im Einzelfall derart umfänglich sein, dass an dieser Stelle nur einige, nicht abschließende Hinweise gegeben werden können. In Zweifelsfällen empfehlen wir zur Absicherung jedenfalls ein Erstberatungsgespräch beim Anwalt. Die Kosten eines solchen Beratungsgesprächs werden aufwandsbezogen nach unserer Vergütungsvereinbarung abgerechnet.

Als Fachanwalt für Erbrecht empfiehlt Rechtsanwalt Dr. Heinen Hinterbliebenen, ein schriftliches Testament umgehend beim Nachlassgericht, dem Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Erblassers, einzureichen.

Die Erben erhalten beim Nachlassgericht auf Antrag einen Erbschein, mit dem die Stellung als Erbe nachgewiesen wird. Vorsicht! Durch die Beantragung des Erbscheins wird das Erbe angenommen, werden also auch mögliche Schulden übernommen. Daher sollte vorab der Bestand des Vermögens gesichtet werden.

Das Erbe kann in der Regel innerhalb einer Frist von sechs Wochen ausgeschlagen werden [Fristbeginn ab Kenntnis (§ 1944 BGB], sofern sie nicht bereits angenommen wurde (s.o. unter Erbschein), z.B. bei Aufenthalt im Ausland gelten andere Fristen. Im Einzelfall kann das Verstreichen der Ausschlagungsfrist auch angefochten werden. Hier sollte aber unbedingt rechtzeitig anwaltlicher Rat eingeholt werden.

Der Erbe sollte baldmöglichst alle Bankkarten des Erblassers sperren lassen und erteilte Kontovollmachten gegen Vorlage der Sterbeurkunde widerrufen.

weitere Bereiche im Erbrecht

Aktueller Hinweis zur EU-Erbrechtsverordnung

Die Europäische Erbrechtsverordnung gilt für alle Erbfälle ab dem 17. August 2015, und zwar in allen EU-Mitgliedstaaten mit Ausnahme Großbritanniens, Irlands und Dänemarks. Sie regelt für Todesfälle mit grenzüberschreitendem Bezug, welches Recht auf den Erbfall anzuwenden ist und aus welchem Staat die Gerichte zuständig sind.

Eine ihrer bedeutsamsten Folgen liegt aus deutscher Sicht darin, dass sich die Frage des anwendbaren Erbrechts in internationalen Sachverhalten grundsätzlich nicht mehr nach der Staatsangehörigkeit beurteilt, sondern nach dem Land, in dem der Verstorbene zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hatte. Konkret bedeutet dies, dass ein Deutscher, der im Zeitpunkt seines Todes seinen ständigen Aufenthalt in den Niederlanden hat, insgesamt, d.h. auch soweit es sein in Deutschland befindliches Vermögen betrifft, nach niederländischem Erbrecht beerbt wird.

Wenn die nicht gewünscht wird, kann der Erblasser zu Lebzeiten aber in einer letztwilligen Verfügung das Recht seiner Staatsangehörigkeit wählen. Außerdem bezieht sich die Rechtswahl ab sofort auf die gesamte Rechtsnachfolge. Alte Rechtswahlklauseln aus der Zeit vor dem 17. August 2015, die sich auf das unbewegliche Vermögen in Deutschland beschränken, bleiben gemäß Art. 83 Abs. 2 der Verordnung zwar wirksam, wenn der Erblasser im Zeitpunkt der Rechtswahl seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hatte. Es ist aber ratsam, alte Verfügungen von Todes wegen von einem Erbrechtsexperten überprüfen zu lassen.

Gerne stehen wir Ihnen zur Beratung und Vertretung in
allen Angelegenheiten zu Verfügung.

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